Entwicklungszusammenarbeit
Entwicklungszusammenarbeit steht unter Druck. Die Auflösung der US-amerikanischen Entwicklungsbehörde USAID im Juli 2025 hat nicht nur drastische humanitäre Konsequenzen, sondern weitreichende Folgen für das gesamte Politikfeld: Der Rückzug der USA als prägender Akteur destabilisiert etablierte Strukturen und verändert die globalen Machtverhältnisse – geopolitische Faktoren gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Deutschland kommt in der neuen entwicklungspolitischen Architektur eine besondere Rolle zu: Die Bundesrepublik ist in absoluten Zahlen zum wohl größten Geber von Mitteln der Entwicklungszusammenarbeit avanciert. Angesichts globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel und zunehmender nationaler Abschottung wird eine Stärkung internationaler Kooperationen, die auf Solidarität, lokaler Selbstbestimmung und demokratischen Prinzipien basieren, immer wichtiger.