Made in Deutschland
„Made in Germany“ war ursprünglich eine Warnung: Die Aufschrift, die mit dem Merchandise Marks Act 1887 verpflichtend eingeführt wurde, sollte britische Verbraucherinnen und Verbraucher vor vermeintlich minderwertigen deutschen Erzeugnissen schützen. Die Strategie scheiterte – und zeitigte sogar eine gegenteilige Wirkung: Im 20. Jahrhundert wurde das Label zum Synonym für Ingenieurskunst, Haltbarkeit und Verlässlichkeit.
Auch wenn „Made in Germany“ stets Ambivalenzen barg, definierte es doch den Kern dessen, wie sich Deutschland in der Welt positionierte: als Land, das weiß, wie man gute Dinge herstellt. Ob „Made in Germany“ auch künftig ein solches Versprechen bleibt, hängt davon ab, wie erfolgreich Deutschland seine industriellen Stärken in eine neue Zeit übersetzt.